Was kostet eine Google Ads Agentur? Die 4 Preismodelle und wofür sie belohnen
Prozent vom Budget, Pauschale, Stundensatz, Hybrid: was marktüblich ist, welche Anreize jedes Modell setzt und welche roten Flaggen im Angebot Sie stutzig machen sollten.
Wenn ich ein bestehendes Konto übernehme, finde ich die Verluste fast nie an spektakulären Stellen. Es sind immer dieselben fünf unspektakulären Lecks. Und jedes einzelne lässt sich in wenigen Minuten überprüfen. Hier ist die Liste, mit der Sie Ihr eigenes Konto (oder das Ihrer Agentur) testen können.
Google matcht Ihre Keywords heute großzügiger denn je. Ohne regelmäßige Pflege der Suchbegriffs-Berichte bezahlen Sie für Anfragen, die mit Ihrem Angebot nichts zu tun haben: Jobsuchende, Bastler, Preisvergleicher, komplett andere Produkte.
Sofort-Check: Öffnen Sie den Suchbegriffs-Bericht der letzten 30 Tage, sortiert nach Kosten. Wenn Sie in den Top 20 mehr als zwei, drei Anfragen finden, bei denen Sie den Kopf schütteln, und wenn die Liste der auszuschließenden Keywords seit Monaten nicht gewachsen ist, versickert hier Geld.
| Suchbegriff (30 Tage) | Kosten | Verkäufe |
|---|---|---|
| ✕ esstisch selber bauen anleitung | 214 € | 0 |
| ✕ eiche massivholz ölen hausmittel | 143 € | 0 |
| ✕ alte möbel entsorgen kosten | 96 € | 0 |
| ✕ jobs verkäufer möbelhaus | 61 € | 0 |
| ✓ eiche esstisch 200 cm kaufen | 187 € | 6 |
Nachgestelltes Beispiel nach realen Mustern aus übernommenen Konten: Ratgeber-, Entsorgungs- und Job-Suchen kosten hier 514 € im Monat — ohne einen einzigen Verkauf. Vier Ausschluss-Keywords würden das dauerhaft stoppen.
Google bietet an, „Empfehlungen“ automatisch anzuwenden: neue Keywords, breitere Ausrichtung, angepasste Budgets. Das optimiert in erster Linie Googles Umsatz. In übernommenen Konten finde ich regelmäßig automatisch hinzugefügte Broad-Match-Keywords, von denen der Inhaber nichts wusste.
Sofort-Check: Einstellungen → Auto-Apply-Empfehlungen. Alles, was dort aktiv ist, sollte eine bewusste Entscheidung sein. Meine Standardeinstellung: aus.
Das teuerste Leck, weil es alle anderen unsichtbar macht. Doppelt zählende Conversions, ein vergessenes Ziel nach dem Website-Relaunch, Umsatzwerte, die seit Monaten fehlen. Dann optimiert der Smart-Bidding-Algorithmus monatelang auf falsche Signale, und jede Budget-Entscheidung basiert auf Fantasiezahlen.
Sofort-Check: Vergleichen Sie die Conversions der letzten 30 Tage mit der Realität (Anfragen im Postfach, Bestellungen im Shopsystem). Abweichungen über ~15 % in eine Richtung sind ein Alarmsignal.
Suchkampagnen spielen auf Wunsch auch im Displaynetzwerk und bei „Suchnetzwerk-Partnern“ aus. Beides liefert in den meisten Konten deutlich schwächere Qualität als die Google-Suche selbst, läuft aber oft jahrelang mit, weil es beim Anlegen der Kampagne vorausgewählt war.
Sofort-Check: Segmentieren Sie Ihre Suchkampagnen nach Netzwerk. Wenn Display oder Suchnetzwerk-Partner nennenswert Kosten, aber kaum Conversions beitragen: abschalten.
Typisches Muster: Wo die Kosten hingehen und wo die Conversions herkommen
Suchkampagne mit aktivierten Zusatz-Netzwerken · nachgestelltes Beispiel nach realen Mustern
22 % der Kosten erzeugen 4 % der Conversions: Dieses Fünftel des Budgets arbeitet praktisch nicht.
Gebotsziele (Ziel-CPA, Ziel-ROAS) sind das Lenkrad des Kontos. Zu aggressive Ziele würgen die Ausspielung ab, zu lockere verschenken Rendite. Und mit Googles Umstellung zum 17. August 2026 wird ein zu lockeres Ziel sogar aktiv teuer: Budgetlimitierte Kampagnen steuern ihr konfiguriertes Ziel dann exakt an, statt es zu übertreffen.
Sofort-Check: Vergleichen Sie je Kampagne das eingestellte Ziel mit der tatsächlichen Performance der letzten 90 Tage. Große Lücken in beide Richtungen sind Handlungsbedarf.
Keines davon ist Raketenwissenschaft. Alle fünf entstehen durch dasselbe Defizit: Es arbeitet niemand regelmäßig im Konto. Reports schreiben, Meetings abhalten und Strategie-Folien bauen verhindert keines dieser Lecks. Nur die unspektakuläre Wochenarbeit tut das.
Wenn Sie Ihr Konto systematisch durchgehen wollen: Aus diesen fünf Lecks (und zehn weiteren Prüf-Punkten) ist der Budget-Leck-Check als 15-Punkte-Checkliste entstanden, als PDF zum Ausdrucken und Abhaken, mit Sofort-Check und Alarmsignal zu jedem Punkt.
Wenn Sie wissen wollen, wie es um Ihr Konto steht: Im Erstgespräch (30 Minuten, kostenlos) schaue ich mit Ihnen rein. Sie bekommen eine ehrliche Zweitmeinung, auch wenn Sie danach alles selbst umsetzen.
Wenn sich bei Google Ads etwas ändert, das Ihr Werbebudget betrifft, schreibe ich es auf: kurz, konkret, ohne Verkaufs-Anhang. Abmeldung jederzeit.
Anmeldung mit Bestätigungs-Mail (Double-Opt-in), Abmeldung jederzeit. Mit dem Eintragen erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.
Prozent vom Budget, Pauschale, Stundensatz, Hybrid: was marktüblich ist, welche Anreize jedes Modell setzt und welche roten Flaggen im Angebot Sie stutzig machen sollten.
Zugänge sichern, Kontoeigentum klären, Daten exportieren: was Sie vor der Kündigung erledigen müssen, damit beim Agenturwechsel weder Performance noch Daten verloren gehen.